02. April 2009

Technik die Begeistert *g*

Dr.Zed in Gebastel
board1.jpg Tjaaa. Was macht man, wenn man Beamer zuviel hat? Also dieser kleinen Spielzeugdinger, die für nix anderes als Präsentation gut sind? (okay.. es gibt wohl Leute die würden damit sicher auch Film schauen… )  Klar: Man macht irgendwelchen möglichst zweckmäßigen Unsinn damit. In diesem Falle habe ich mir auf die mittlere weisse Schreibtischplatte in der U-Formation hier im Arbeitszimmer ein Whiteboard gebaut. Die Regalkonstruktion war ja extra so gebaut, dass das weisse Mittelstück frei wäre, zwischen den Regalböden.

Die Sache war dennoch aus mehrererlei Hinsicht spannend:

  1. Das obere Regalbrett ist extra-dicht an der Decke wegen der indirekten Deckenbeleuchtung
  2. Es muss eine Eingabemöglichkeit her
  3. Es soll möglichst alles so unsichtbar wie möglich in die Substanz integriert werden

proj.jpg Fangen wir erstmal bei Problem #1 an. Hier habe ich zunächst ein Stück Spanplatte zum rumtesten hergenommen, das links und rechts auf den bestehenden oberen Regalbrettern aufliegt. Wie schon gesagt, ist der Abstand zur Decke da wirklich nicht sehr groß. Ergo muss der Beamer dort flach stehen. Ein bisschen schlecht, möchte man meinen, wenn das Bild nach unten auf die Tischplatte soll. Aber hey: Dafür gibts doch Spiegel. Also habe ich mir aus einem Trabant-Aussenspiegel das Glas geklaut und mit der Gerungssäge aus Dachlatten einen Spiegelhalter gesägt. Der Winkel war etwas frickelig zu ermitteln, da diese Projektoren generell so projezieren, dass die Unterkante des Bildes der Standfläche des Geräts entspricht. Schließlich habe ich mich auf 35° geeinigt. Das ganze wurde dann passend um ein quadratisches Loch in der Platte geschraubt das ich da mit Kai zusammen einfach mal frei Schnauze mittels Stichsäge hinkonzipiert habe. Nach ein bisschen Ausrichtungsarbeit war das Bild dann auch schon genau richtig auf der Tischplatte zentriert!

ir.jpg Das Eingabe-Problem ist etwas eigenwillig gelöst.. und zugegebenermaßen noch nicht ganz zuende. Hier kursieren schon länger Experimente zur Wii-Remote im Netz. Dazu passend auch verschiedene Software-Projekte um eben die WiiMote zusammen mit einer einfachen IR-Sendediode für eben diesen Zweck zu missbrauchen. Hier seie besonders die Seite von Johnny Lee erwähnt, von wo ich auch fürs erste die Software genommen habe. Den passenden IR-Sender habe ich mit der Diode aus einer Fernbedienung, zwei x-beliebigen passend-erscheinenden Widerständen, einem Taster und einer CR2032 Lithiumzelle gebastelt. Also wirklich nichts Anspruchsvolles. So kann man jetzt mit dem kleinen Sender wunderprächtig auf der Tischplatte rumeiern und sachen Anklicken und verschieben… und rumspielen… RIchtig Fetz macht übrigends StarCraft auf diesem Screen :D Von Crysis wird einem der Perspektive wegen allerdings gerne schlecht X-D Erste Tests mit Eagle-Layout deuten den richtigen Weg an :)

sender.jpg Nun die Sache funktioniert soweit echt prima. Abgesehen davon, dass die WiiMote-Sache so wie sie ist noch nicht zufriedenstellend ist. Wirklich belastend ist unter anderem, dass Dinge wie Rechtsklick oder kontinuiertliche Zeigerbewegung nur mit etwas Aufwand drin sind. Glücklicherweise kursieren, ebenfalls im Netz, bereits Anschlussbelegungen und Protokollinformationen zur IR-Kamera der Wii-Remote! Hier werde ich dann in sehr naher Zukunft mal einen ganz anderen Weg zu gehen versuchen: Denn was wäre wenn! Der Plan wäre also die WiiMote zu zerpflücken, den Sensor zu klauen und mithilfe eines AVR Microcontrollers darauf Basierend ein USB Eingabedevice zu bauen. Im Idealfall würde dieses Device dann auch einen RF-Receiver haben. Dessen Gegenstück würde z.B. schön in einem dieser Gothic-Style Giftringe Platz finden und würde dann events wie eben die Mouseklicks an den Empfänger übertragen. Der gleiche Ring würde dann natürlich am besten auch gleich die IR-Sendediode für den IR-Sensor beinhalten. Mit dem Ansatz wäre dann nämlich die dumme Verbindung aus “IR-Diode an -> zeiger setzen UND klicken” aufgelöst und ein anständiges Arbeiten drin. Mal sehen :)

Im Nachhinein hat sich übrigends noch gezeigt, das ein normaler handelsüblicher Spiegel ein wenig Nachteilig ist, um damit eine Projektion umzulenken. Auf Anraten von Ogge habe ich mir deshalb jetzt einen Vorderflächenspiegel bestellt. Der jetzige Spiegel hat das Problem, das er das BIld so insgesamt dreimal reflektiert. Beim Eintritt an der Glasscheibe.. dann an der Schicht.. und beim Austritt nochmal an der Scheibe. Beim Vorderflächenspiegel ist die Schicht hingegen AUF der Glasscheibe und neigt daher nicht zu Mehrfachreflexionen.

all.jpg

Der Testlauf war jedenfalls Okay. Nun wird das endgültige Brett gesägt und Aufgebaut und der Beamer noch passend hinter ein Paar Blendleisten versteckt.

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01. Februar 2009

2MB VRAM für meinen Acorn RiscPC !

Dr.Zed in Gebastel

Hm.. ich habe ja des Leserkreises dieses Blogs lange nachgegrübelt ob ich diesen Raubbau hier wirklich vorstellen will. Aber was solls. Steinigt mich… oder was auch immer. Ich habe jedenfalls beschlossen das einfach so me nothing, you nothing zu tun.

Aber jetzt endlich zur Sache !
Ich habe ja schon des Längeren einen Fimmel für Acorn Archimedes respektive dessen Nachfahren, den RiscPC.
Neuerlich bin ich glücklicher Besitzer derer zwei ! Einer der erst nicht wollte, und einer der direkt funktioniert hat. Nachdem ich schließlich doch beide am laufen hatte, habe ich einfach aus beiden die besten Teile zusammengeworfen. Dabei rausgekommen ist ein 2nd Generation RiscPC mit 16Bit Sound, 200 MHz StrongARM CPU, 64MB RAM, 486/SXL PC-Card und naja erstmal 1MB VRAM. Da die Acorn Gemeinde scheins größten Wert auf kleinhaltung ihrer Truppe legen, kosten die dümmsten Erweiterungen und selbst das Betriebssystem noch richtig Asche. Das kommt überhaupt nicht in Frage und darum muss man sich halt selber helfen. Da war nämlich so ein Demo, das unbedingt 2MB VRAM haben wollte. Hab ich aber nunmal nicht! Also hm.. Hab ich schon, aber auf 2 VRAM-Karten zu je 1MB verteilt. Nja Not macht ja bekanntlich erfinderisch und da der RiscPC auch ganz ohne VRAM läuft, habe ich mich entschlossen eine der VRAM Karten zu opfern um schließlich eine 2MB Karte zu haben. Dankbarer Weise ist die Platine für beide Varianten identisch. Nur das bei der 1MB Version halt nur eine Seite bestückt wird.
Ergo wird der Heißluftfön aktiviert, und erstmal das ganze Geraffel von der einen Karte runtergelötet.
Anschließend auf die unbestückte Seite der anderen Karte wieder aufgelötet und hernach alles wieder zusammengesteckt. Und fröhlich spricht mein RiscPC sein Taskwindow von 2MB VRAM.
Flugs noch das Demo gestartet um zu prüfen ob das jetzt auch satisfied ist und erstmal Bauklötze gestaunt, was nicht alles möglich ist. Dagegen waren die anderen Demos bisher echt bemitleidenswert. Ich rede hier übrigends von Zero. Wirklich seeehr fein gemacht :)

Hier noch die Gallerie mit ein paar Anmerkungen:

[Zeige als Diashow]
[Mit PicLens anzeigen]
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03. Januar 2009

Wie ich eine Notebooktastatur restaurierte…

Dr.Zed in Gebastel

Zunächst noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an Prodatron, dass er mir sein altes Notebook überlassen hat. Ein Acer TravelMate von 2003. Centrino 1,6 GHz irgendwo in der Leistungsklasse meines alten Desktop Pentium4 bei 2,4 GHz. Das ist mir für mobile Anwendung sehr ausreichend. Zumindestens bis man wieder reinen Gewissens ein Neugerät kaufen kann. Jetzt ist es so, dass das Gerät ja nicht zum Spass ausgemustert wurde, sondern weil sich nach einem Intermezzo mit Eistee die Tastatur in Wohlgefallen aufgelöst hatte. Das ist weiter nichts ungewöhnliches, wie ich einst schmerzlich an meinem IBM Model-M feststellen musste als ich es nicht schnell genug nach einem ähnlichen Unfall in die Spülmaschine geräumt hatte. Der Hintergrund ist simpel: Eistee wie auch Cola oder jegliche andere Getränke die säurehaltig sind, fressen mit einer perfiden Freude an metallischen Oberflächen. Dazu zählen auch die Kontaktflächen in Tastaturen. tm800_oben.jpg Aber wie macht man das wieder Heile? Wenn man noch irgendeine Chance auf geistige Rettung hat, dann garnicht. Besonders beim Notebook ist das wegen dem inneren Aufbau der Tastatur einfach Arbeit für Stunden und Abende. Da ich diese Hoffnung aber aufgegeben habe, bin ich fröhlich ans Werk gegangen ;)


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20. Dezember 2008

Durchschlagender Tonertransfer-Erfolg!

Dr.Zed in Gebastel
adp1.jpg Bei der aktuellen Softwareentwicklung am SymbiFace3 Prototypen bin ich leider auf ziemlich unschöne Probleme gestoßen. FTDI verkauft da so einen “netten” USB-Hostcontroller namens Vinculum, der einem angeblich eine Menge Arbeit abnehmen soll. Dank dem FTDI-Support habe ich auch eine für mich gehackte Firmware erhalten die das chipinterne Dateisystem deaktiviert, da ich sowieso sämtliche Device-Treiber im Prozessor des SF3 implementieren wollte. Schön und gut soweit.. doch nach drei Wochenenden und etwa 40 Std. Programmierarbeit habe ich es dann aufgegeben.

Der Chip redet 1) Wann er will 2) Was er will und 3) die Steuerleitungen geraten zu Spott, wenn man denkt das die auch nur ansatzweise sagen, was der Chip gerade tut oder auch nicht. Jedenfalls war keine stabile USB-Kommunikation möglich. Und wenn, dann stinklangsam.

Leider ist der Vinculum einer der sehr sehr wenigen Embedded USB-Hosts und die Suche nach einer Alternative war mehr als mühsam. Das ich den USB-Stack komplett selbst implementieren müsste, dessen war ich mir eh schon bewusst geworden. Durch einen echten Zufall bin ich auf eine kleine englische Chipfirma aufmerksam geworden, deren USB-Host die Anforderungen als _einziger_ (!) voll und sogar mehr als das erfüllt. Flugs mit denen Telefoniert… Das Datenblatt (highly confidential documents *g*) bekommen und gestaunt. Warum nicht gleich so? IC’s waren nach wenigen Tagen da und es kann losgehen. Fast. Denn das Layout war nunmal für VNC1L und nichts sonst. Neumachen kommt preislich absolut nicht in Frage also muss da was adaptiert werden. Der neue Chip kommt im LQFP64 daher. Pitch: 0,5mm . Na denn Prost ;) adp_vergleich.jpg

Ich habe also mit wenig Hoffnung auf Erfolg nochmal das mit dem Tonertransfer ausgepackt und ein Adapterplatinchen gezimmert, das mir das Ankontaktieren des Chips mittels Kupferlackdraht erlaubt, so das ich die Signale kreuz und quer auf dem SF3 Prototypen zusammensuchen kann.

Erstaunlicherweise! und das ist mein vollster Ernst: Mit dem Resultat hätte ich nichtmals im Traum gerechnet. Die Auflösung ist fantastisch, 200µm zwischen den Pads ohne jedes Problem.

Morgen werde ich das dann mal aufs SF3 nageln und lustiges USB-Stack-Wettprogrammieren veranstalten *g*

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05. November 2008

Tonertransfer: Und es geht doch…

Dr.Zed in Gebastel

20081104_003a.jpg Zumindestens mit einiger Übung, dem richtigen Papier und überhaupt. Das ganze ist ein relativ parameter-empfindlicher Prozess habe ich herausgefunden. Zunächstmal wie das ganze im Grunde funktionieren soll:

  1. Layout basteln mit Eagle, etc…
  2. Kupferbild auf geeignetes Papier drucken
  3. Gereinigte und mit Scheuermilch angerauhte Platine am Papier fixieren
  4. Mit dem Bügeleisen auf höchster Stufe aufbügeln
  5. Alles in Wasser einweichen und Papier abziehen
  6. ätzen und nach belieben weiterverarbeiten.

Die Sache hat nur eine ganze Menge Haken und Ösen.
So richtig funktioniert hat das nämlich erstmal garnicht. Entweder ist das Layout zur hälfte auf dem Papier geblieben,  oder der Toner ist zerlaufen.. oder was auch immer. Gut war jedenfalls anders. Ich habe diverse Sorten Papier durchprobiert. Unter anderem der berühmte Reicheltkatalog, den EMP-Katalog,Schukat-Katalog, ein Hochglanz-Poster.
20081104_006.jpg Die Top10 in Sachen “geht garnicht” führt glänzendes InkJet Fotopapier an. Das klebt nämlich entweder am Drucker oder am Bügeleisen fest.  Richtig gut funktioniert hingegen mattes Fotopapier. Zumindest in meinem LaserJet 5 Si/MX . Da entfällt sogar das einweichen in Wasser, da die oberste schicht dieses Papiers an den Stellen wo Toner ist, grad einfach mit auf der platine kleben bleibt und dabei extrem scharfe Konturen zeichnet. Im Grunde funktioniert das Zeug schlicht wie Print’n'Peel.  Ein bisschen Handoptimierung an der Bügeltempereatur und schon ist mir das mit dem Tonertransfer garnicht mehr so dubios.  Beachten muss man bei diesem Kodak Fotopapier nurnoch, das man die Platine nach dem Abziehen nochmal gründlich mit Wasser abwäscht. Dann klappts auch mit dem ätzen :)

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20. September 2008

Sollte mal ne Linie werden ;)

admin in Gebastel

Vor ewigen Zeiten habe ich mal angefangen ein Vector-Game auf meinem Oszi zu fabrizieren. Das ganze endete spontan als mir die Schaltung zu aufwendig wurde. Dank Peter ( Tixiv ) bin ich aber nun auf einem ziemlich ausgeprägten FPGA-Trip und so kann das Ganze jetzt erheblich “Enhanced” wieder zum Leben erweckt werden.  Auf der XzentriX 2008 haben ein Freund (ogge) und ich die Idee dann tatsächlich  nochmal in Angriff genommen.  Mithilfe meines FPGA-Boards und dessen Audio-DAC.

Soweit so gut! Die Schnittstelle zum DAC war schnell in Verilog verfasst, geht es also an den Linien-”Synthesizer”. Angedacht war ein Modul, dem man Start und Ziel-Koordinaten einer Linie auf den Weg gibt und das Modul dann über die beiden Audiokanäle am DAC die Linie auf den Oszilloskop-Schirm zeichnet (X/Y-Mode versteht sich *g* ) . Schnell hat sich herauskristallisiert, das es nicht sehr zweckmäßig ist einfach beide Achsen pro Takt um eins zu inkrementieren und zu stoppen wenn beide Werte die Endposition erreicht haben. Ergo kommt Herr Bresenham ins Spiel ! Das lässt sich super im FPGA verwirklichen und synthetisiert auf kleinste Chipfläche und für unverschämt hohe Taktraten.

Das ganze ist leider nicht so richtig fertig geworden, da der Altera-Simulator ein recht gewöhnungsbedürftiges Hilfsmittel ist. Invertiert da einfach Signale mitten in hexadezimal dargestellten Bussen im Waveform-Mode… Und da wundere ich mich, was er 0 anzeigt wenn er hätte 64 anzeigen sollen. Zu dumm.. wenn bit 2, 5 und 6 invertiert dargestellt werden. Das ganze wird dann mit einer schmalen Message im Simulator-Log angezeigt. Und jawoooohl.. Keine Möglichkeit wenigstens die Anzeige so zu korrigieren, das man den “human-readable” -Value dieses Registers angezeigt bekommt. Danke Altera! :-D

dac_reso.jpg

Trotz aller Hürden läuft der Vector-Zeichen-Core jetzt und malt fröhlich Linien auf den Schirm. Naja fast… denn der Audio-DAC hat einen Bandpass-Filter am Ausgang. Der a) kein DC und kein zu viel AC.. und b) eine sehr schöne Resonanz bei ca. 300kHz aufweist. Eine simple repetive Diagonale sieht dann zwar nett verschnörkelt aus.. aber nicht so ganz so wie ich das gerne wollte *lol*

more to come soon !!

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